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GERRITS REVIEWS

Montag 18.09.2006

Judy Niemack

"Its sentimental, sorry, but so am I"...

...Dieser Satz ist die perfekte Untertreibung für das Konzert der Kalifornierin Judy Niemack im Jazz Club. Ja, stellenweise war sie sentimental, aber dabei immer so vielschichtig, dass sie eines erreichte: Ihre Interpretationen waren mindestens genauso schn wie die Originale. Das Faszinierende an den vielen Standards von Judy Niemack ist, dass sie, obwohl deutlich erkennbar, vllig anders arrangiert bzw. "dearrangiert" sind, wie sie es selber nennt. So werden auch oft gehrte Songs wie "As time goes by" oder "Time after time" zu neuen emotionalen Erlebnissen, die die Stimme der Sängerin voll und ganz zur Geltung bringen, eine faszinierende Mischung aus Hoch-Tief, garniert mit zahlreichen Scatgesngen. Doch die einzige Professorin für Jazzgesang in Deutschland war nicht allein. Ihr Lebens- und Musikpartner Jeanfrancois Prins berzeugte sowohl an der Gitarre als auch als oft genannter "Arrangeur". Und auch Drummer Heinrich Koebberling, Wolgang Koehler am Piano und der Bassist Marc Muellbauer waren mehr als nur Begleitung, sie waren einfach "groartig", wie Judy Niemack selbst zum Ausdruck brachte. Mein persnliches Lieblingsstck an diesem Abend war ein von Judy Niemack und Jeanfrancois Prins selbst geschriebenes Stück namens "New York Stories", eine Liebeserklrung an die Stadt, doch keineswegs sentimental.

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