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GERRITS REVIEWS

Montag 19.09.2005

F.Esperanto

Saubere Stimmakrobatik im Latin Jazz

Nach 20 Jahren schaffte Peter Fessler endlich einmal den Weg zurück in den Jazz Club. "Deutschlands bester Jazzsänger", wie er mehrfach in der Presse gehandelt wurde, überzeugte mit sauberen Tonhöhen und -tiefen in zahlreichen alten brasilianischen Songs, beispielsweise von Antonio Carlos Jobim (1925-1994, "The Girl from Ipanema") ebenso wie in eigenen Kompositionen. Immer wieder war sein faszinierender schneller Scat-Gesang zu hören, kleine Imitationen diverser Bläser, melancholischer tiefer Gesang und plötzlich die "Auflösung" in hohen Tonlagen.

Er und seine beiden Sidemen des Trios Fessler F. Esperanto, Dave King am E-Bass und Phil Maturano am Schlagzeug entführten das Publikum mit ihren Klängen voller Melancholie und Lebensfreude immer wieder nach Brasilien, einmal jedoch auch nach Tokio. Zwei Premieren hatte der Abend, der von den Technikern des Jazz Clubs aufgezeichnet wurde, auch noch zu bieten: "Let your spirit fly" und "Postcard from Brazil". Außerdem ein "Streitgespräch" zwischen Stimme und Drums.

Sehr schön!

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