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GERRITS REVIEWS

Montag 20.03.2000

Abraham Burton

Jazz voller Schönheit und Kraft

Entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Die Intensität, mit der New Yorker Bebop-Jazzer Abraham Burton sein Saxofon spielt, ist nicht erlernbar.

Mit Sicherheit hat sie dazu beigetragen, ihn heute - mit 29 Jahren - zu einem erfolgreichen Weltklasse-Star zu machen. Mike Gehrke, der erste.sitzende des Jazz Club Hannover, hatte Abraham Burton. mehr als 10 Jahren in New York entdeckt.

Inzwischen kann sich Burton nicht nur mit internationalen Auszeichnungen schmücken, sondern auch mit den Klasse-Musikern seiner Band: dem Pianisten James Hurt, der an dem Abend am Lindener Berg ganz ”harmlos“ anfing, später aber, wie von Burton versprochen, ”Really wild“ wurde. Ohne Noten spielten seine schlanken Finger, mal fast schwebend, mal hämmernd.

Der Schlagzeuger EricMc Pherson beeindruckte ebenfalls mit einfühlsamem Spiel und expressiven Soli. Mit dabei auch Bassist Yosuke Inoue, der. nach langer Zeit mit Cyrus Chestnut im Club auftrat. Ein paar Worte zwischen den Stücken hätten dem Wert des überragenden Spiels keinen Abbruch getan. Die ausliegenden CDs waren nach kurzer Zeit ausverkauft.

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