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GERRITS REVIEWS

Montag 11.10.2004

Erika Stucky

Hendrixmäßig herausragend

Wieder war der Jazz Club am Lindener Berg ausverkauft. Die schweizerisch-amerikanische Sängerin Erika Stucky hat - dank der von Mike Gehrke initiierten Konzerte im Jazz Club in den letzten Jahren - bereits einige Fans in Hannover. Und wieder war der Abend, angekündigt als "Jimi Hendrix Project" ein unglaubliches Erlebnis.

Mit fantastischer Präsenz nimmt Erika Stucky die Bühne ein, sie macht Jimi Hendrix greifbar nahe: humorvoll, sarkastisch, mal ganz nah am Original, mal sehr weit weg - gespickt auch mit weiteren Zitaten der 60er und 70er, beispielsweise von den Doors oder Beatles. So wird "Hey Joe" plötzlich zu "Hey Jude".

Stuckys Tonfolgen und Stimmlaute, ihre Alpen-Jodler zwischendurch und ihre wallisisch-amerikanischen "Stewardess-Ansagen" , ihr Hexenbesen-Equipment oder ihre Imitation eines Jimi Hendrix-Solos auf Knien mit einem Kinder-Kassettenrekorder - Erika Stucky ist einfach nicht zu überbieten.

Fantastisch auch die Musiker Christy Doran an der E-Gitarre, Fredy Studer am Schlagzeug und Kim Clarke am Bass. Zusammen ein einzigartiges, powervolles Weltklasse-Quartett.

Da die Künstler ohne Pause spielten, blieben diesmal allerdings so viel Schmalzbrote liegen, dass Jazz Club-Vorsitzender Bernd Strauch zum Schluss noch animierte, doch bitte jeder ein Schmalzbrot zu kaufen, die gingen auch bestimmt "hendrixmäßig gut" runter." Das stimmt natürlich an so einem "hendrixmäßig herausragendem" Abend

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