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GERRITS REVIEWS

Montag 17.05.2004

Sebastian Schunke

Euro-Latin-Power-Jazz

Euro-Latin-Progression, so heißt die Band, mit der der gebürtige Hannoveraner Pianist und Komponist Sebastian Schunke am Montag den Jazzclub am Lindener Berg eroberte. Der Name der Band ist Programm, denn die Musik Sebastian Schunkes ist weit mehr als Latin-Jazz mit ein paar europäischen Elementen. In der Szene gilt die Musik Schunkes schon heute als wegweisend. In seinen Kompositionen gelingt es ihm, mit einer Mischung aus komplexen harmonischen Strukturen, eingängigen Melodien und lateinamerikanischem Rhythmen etwas Neues zu schaffen.

Während beim Latin Jazz jedoch der Rhythmus normalerweise im Vordergrund steht, ist das beim Europäer Schunke anders. Hier hat sich der Rhythmus der Komposition unterzuordnen. Und doch gibt Schunke bei seinem konzentrierten Spiel am Klavier seinen Sidemen viel Raum für Tradition und Eigenständigkeit. So wurde neben Schunkes Kompositionen beispielsweise auch ein Stück des Bassisten Felipe Cabrera gespielt, zu dem dieser auch sang.

Mit dabei außerdem: Nene Vasquez (perc), Mario Hernández "El Indio" (tp, sax), Lukmil Perez Herrera (dr), Anders Nilsson (g)

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