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GERRITS REVIEWS

Montag 12.01.2004

Eric Alexander

Noch ein "Rising Star"?

Obwohl der Tenorsaxophonist Eric Alexander bei uns noch wenig bekannt ist, war der Jazz Club am Lindener Berg am Montag, 12. Januar, gut gefüllt. Immerhin versprechen die Konzerte der "Rising Star"-Reihe in der Regel einen spannenden Jazz-Abend.

Wortlos spielte sich der 34-jährige Eric Alexander im ersten Set durch bekannte und weniger bekannte Bebop-Tunes, begleitet von seinen wunderbaren Sidemen Harold Mabern (p), Keith Copland (dr) und John Webber (b). Sie alle brillierten mit intensiven Solos.

Einer der musikalischen Höhepunkte des Abends war das Stück "Nightlife in Tokio", auch Titel der letzten von sechs eigenen CDs Eric Alexanders. In einer langen virtuosen Einleitung am Piano zeigte Harold Mabern sein Können - faszinierend mit welcher Leichtigkeit er mit seinen komplizierten Tonfolgen sowohl im Solo als auch als Begleitung ganz spezielle Spannungen zu erzeugen versteht.

Doch auch die anderen drei bestachen gerade in diesem Stück durch ihr kreatives, technisch perfektes und außergewöhnliches Zusammenspiel.

Man darf gespannt sein, was von dem jungen, von den großen Bebop-Pionieren beeinflußten, Mann in naher Zukunft zu hören sein wird.

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