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GERRITS REVIEWS

Montag 08.11.1999

Antonio Faraò

Respektvoll, innovativ und mediterran

Dass der Italiener Antonio Faraò eines Tages zur Weltspitze des Jazz gehören wird, kann sich lebhaft.stellen, wer einmal sein kraftvolles, ideenreiches Piano-Spiel erlebt hat. Am 8. November 1999 war er zum ersten Mal im Jazz-Club Hannover - in der Reihe "Rising Star" - zu Gast. Einer der führenden italienischen Pianisten, Franco Ambrosetti, sagt über Faraò, der schon als Jugendlicher mit namhaften Grössen auftrat: "Er hat die richtige Mischung aus Leidenschaft, Kreativität, Technik, Präzision, Geschmack und Klasse". Dass Faraò 1998 den auf internationaler Ebene verliehenen "Pianist - of - the - year - 98 - prize" erhalten hat, bestätigt diese Einschätzung.

Auch die beiden Partner, die Faraò mit in den Jazz-Club brachte, überzeugten: Michael Formanek, ein erstklassiger Bassist, spielte einfühlsam und versiert. Den Gegenpol bot Dejan Terzic, der am Schlagzeug einen kräftigen Rhythmus angab. Insgesamt ein gelungenes, interessantes Zusammenspiel.

Als grosses.bild nennt Antonio Faraò den Pianisten John Williams, doch äussert er sich ebenso respektvoll über andere Jazz-Grössen wie z.B. Miles Davis oder John Coltrane. Für seine nächste CD-Produktionen - 3 sind bereits unter eigenem Namen erschienen - möchte sich Faraò verstärkt auf das mediterrane Element seiner Musik konzentrieren. Man kann gespannt sein.

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