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GERRITS REVIEWS

Montag 12.11.2001

Erika Stucky

Jazzperformance mit unglaublicher Präsenz

Mit unglaublicher Präsenz bot Erika Stucky am 12.11 im Jazz Club am Lindener Berg eine äußerst ungewöhnliche Jazz-Performance. Die Töne, die sie allein mit ihrer Stimme zum Besten gab, schienen manchmal ein ganzes Orchester zu ersetzen, dann wieder waren sie fast sakral. Ein Abend der Gegensätze. So wie die Künstlerin selbst. Pendelnd zwischen Wallis und San Francisco. Bodenständig, einfallsreich, überdreht, sarkastisch. In ihrer ungewöhnlichen Musik unterstützt wurde Erika Stucky von zwei kleinen Super-8-Filmen und. zwei großen Musikern, dem Tubisten Art Baron und dem Sousaphonisten Matt Perrine.

Diejenigen, die bereit waren, sich auf die ungewöhnliche Reise zu begeben, hat die Künstlerin völlig in ihren Bann gezogen. Begeistert lachte oder staunte man. Z.B. als sie - nur mit Stimme und altem Plastik-Kinderkassettenrekorder die Gitarre von Jimmy Hendrix imitierte oder hüftschwingend ein vertontes Streitgespräch zwischen puertoricanischen Frauen und einem Hippie sang, einfach irre, einfach irre gut.

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