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GERRITS REVIEWS

Donnerstag 24.11.2011

Fred Hersch Trio

Zauberhände

Versunken in die Musik erzählt der Künstler mit geschlossenen Augen Geschichten auf dem Klavier. Seine "Zauberhände" streicheln das Instrument. Das Publikum hört scheinbar atemlos zu, nur allzu bewusst, einen Abend der absoluten Meisterklasse miterleben zu dürfen. Verdichtete Variationen zu Thelonious Monk, Wayne Shorter oder Paul Motian sind zu hören, aber auch zahlreiche eigene Stücke. Gedanken und Erfahrungen aus dem zweimonatigen Koma des Künstlers 2008, verarbeitet in "My Coma Dreams", bizarr und faszinierend zugleich. John Hebert und Eric McPherson gelingt es auf sensible Weise, gerade bei den neueren Stücken wie "Skipping" in den unterschiedlichen Metren mitzugehen. Besonders berührend auch das einzige Solostück des Abends als Zugabe, die lyrische Ballade "Valentine".

Fred Hersch (p), John Hebert (b), Eric McPherson (dr)

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