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GERRITS REVIEWS

Montag 18.09.2000

Julio Baretto Cuban Quartet

Visionäre Klangkombinationen im kubanischen Jazz

Ein Schlagzeuger, der unglaubliche Power versprüht, sein Spiel perfekt beherrscht und dann noch den kubanischen Jazz revolutioniert: Julio Barreto. Unglaublich, was das Quartett um den dreiunddreißigjährigen Kubaner an dem Abend am Lindener Berg zu hören gibt. Die Musik ist eigentlich nicht zu beschreiben, man kann nur zuhören, sich von dem Rhythmus mitreißen lassen und sich auf ungewohnte Klangkombinationen einlassen, das sagt auch die Managerin und Ehefrau Priska Barreto.

Der Weltklasse-Schlagzeuger Barreto, der sein Quartett 1997 gründete, spielte im Jazz Club am Lindener Berg mit seinen drei Begleitern Manuel Orza (E-Bass), Dany Martinez (E-Gitarre, Gesang) und Humberto Saldivar (Trompete und Keyboard als Ersatzmann für Carlos Puig). 1999 erschien die erste CD "Iyabó", "Geburt" des Julio Barreto Cuban Quartett. Man kann bei der kraftvollen Musik wirklich von der Geburt einer neuen kubanischen Musik sprechen.

Ravi Coltrane, der bei dem Album "Iyabó" mitspielte, gelingt dann doch eine Beschreibung: "Das ist tolle Musik mit einer großen Zukunft, das ist die perfekte Mischung aus afro-kubanischer Musik, Wayne Shorter, Joe Zawinul und Bebop."

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