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MITTWOCH 14.11.2001

archiv

20:00 UHR

JAZZSEMINAR SPECIAL
JazzClub Hannover
THEMA: REMEMBER HORST H. LANGE Referent: Marko Paysan Der im Februar diesen Jahres verstorbene Berliner Horst H. Lange (1924-2001) war nicht nur in Deutschland, sondern auch in England und USA als Forscher, Historiker und Sammler klassischer Jazz- und Hotdance-Music bekannt. Da er gegenüber allen Moden des Zeitgeistes ein hohes Maß Unabhängigkeit bewies, blieben seinem Denken und Schreiben über den Jazz heftige Kontroversen sicher. Langes historische Belege zur These der Prädominanz weißer Musiker für die Entstehung des klassischen Jazz ab 1917 sorgten international wohl für mehr Aufsehen und Diskussionen als der vergleichsweise konforme, weil "politisch korrekte" Jazz-Journalismus seines einstigen Kollegen und späteren Widerparts Joachim Ernst Berendt (1922-2000). Indes zählen Horst H. Langes Bücher über den "Jazz in Deutschland" (1966) und seine stetig erweiterte Discographie der deutschen Jazz- und Hotdance-Schallplatten (auf 78er Schellackplatten: 1903-1958) international längst zu den grundlegenden Arbeiten der Jazz- und Popularmusikforschung in Deutschland. Werk und Person des unvergessenen Horst H. Lange werden an diesem Abend von Marko Paysan (Jazzsammler und Publizist) aus der langjährigen direkten Begegnung mit dem Berliner Autor geschildert, der auch vielen hannoverschen Altfans von seinen Besuchen in der Leinemetropole des Jazz her persönlich bekannt war. Im Anschlu? an diesen Vortrag, der von Musik und Lichtbildern unterstützt wird, soll aber auch Horst H. Langes mögliche Bedeutung bei der Etablierung eines "Internationalen Jazzmuseums Hannover" berücksichtigt und diskutiert werden. Eintritt frei