Musiker Bild

MONTAG 26.11.2001

archiv

20:30 UHR

WOLFGANG SCHLÜTER - DIX - KLING - MORITZ
JazzClub Hannover
"Preisträger des Albert Mangelsdorff Preises 2001" Das neue Quartett des Hamburger Vibraphonisten Wolfgang Schlüter entstand 1999 durch seine Zusammenarbeit mit dem Berliner Pianisten Stefan Kling und dem Leipziger Rhythmusgespann Thomas Moritz (Kontrabaß) und Wolfram Dix (Schlagzeug/Percussion). Nach einer ersten erfolgreichen Tournee fand sich die Band im Januar 2000 in Leipzig zusammen, um im Club "JazzKosmos" ein Live-Album aufzunehmen, das demnächst veröffentlicht wird. Das Repertoire dieser Jazzformation setzt sich zusammen aus eigenen Kompositionen und einigen ausgewählten Jazzstandards in speziellen Arrangements. Wolfgang Schlüter, einer der bedeutendsten Vibraphonisten Europas, wurde 1933 in Berlin geboren. 1953 gründeten Wolfgang Schlüter und der Pianist Michael Naura ihr bekannt gewordenes Quintett. Es folgten viele internationale Festivals, Konzert-Tourneeen und Club-Gastspiele. Nach Auflösung des Michael Naura-Quintetts im Jahre 1963 spielte Wolfgang Schlüter als Solist in vielen bekannten Radio-Big Bands wie Kurt Edelhagen, Paul Kuhn, Peter Herboltzheimer, B.B.C. London und Radio Kopenhagen. Seit 1965 arbeitete er als Solist für Vibraphon und Marimbaphon und als Perkussionist beim damaligen NDR-Tanzorchester, aus dem die heutige NDR-Big Band hervorging. In der Zusammenarbeit mit Michael Naura und dem Lyriker Peter Rühmkorff gab er der Idee von Jazz und Lyrik wichtige Impulse. Wolfgang Schlüter, seit 1983 Professor der Jazzklasse an der Hamburger Musikhochschule, spielte im Laufe seiner umfangreichen Konzerttätigkeit mit vielen international bekannten Musikern wie Dexter Gordon, Benny Bailey, Art Farmer, Toots Thielemans, Albert Mangelsdorff, Hans Koller, Atilla Zoller. Stefan Kling war mehrere Jahre Mitglied der Radio-Big Band Leipzig und arbeitete dort u.a. mit Ack van Rooyen, George Gruntz und Peter Herboltzheimer. Er ist Mitbegründer der Berliner Gruppe "l'art de passage", schrieb zahlreiche Filmmusiken und arbeitet als Begleitmusiker für Solisten wie Reinhard May, Gerhard Schˆne und Gisela May. Neben seiner Tätigkeit in verschiedenen Jazzprojekten ist er mit der Musik Astor Piazollas in einem Tango-Programm zu hören. Seit einigen Jahren ist er Dozent an der Musikhochschule Leipzig. Thomas Moritz ist als freiberuflicher Jazzmusiker Mitglied verschiedener Leipziger und überregionaler Formationen. Seit längerer Zeit arbeitet er mit Musikern der Radio BigBand Leipzig wie G¸nter Kiesant und Henry Walther zusammen. Im Laufe der Jahre hatte er zahlreiche Begegnungen mit international bekannten Musikern. So spielte er u. a. mit Slide Hampton, Jiggs Wigham, Larry Coryell, Rolf und Joachim Kühn, Anco Parghel. 1996 gründete er die Initiative Leipziger Jazzmusiker und wirkt seitdem als Organiator von Konzertreihe und Festival "LeipJAZZig". Wolfram Dix ist durch seine Arbeit als vielseitiger Musiker in zahlreichen Jazzformationen bekannt geworden. Seit 1998 tritt er mit seinem Solo-Programm "Percussion & Voice" in Erscheinung. Er musizierte u. a. mit Leo Wright, Carmell Jones, Etta Cameron, Charlie Mariano, Tony Oxley, Anca Parghel, Philippe Mall, Anatoly Vapirov, Toto Blanke, A. Garrison Fewell. Seit 1989 ist er Dozent an der Leipziger Musikhochschule. 20,- DM ohne Erm.
WolfgangSchlüter (vib), Wolfram Dix (dr, perc), Stefan Kling (p), Thomas Moritz (b),