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FREITAG 19.04.2002

archiv

20:30 UHR

KEN PEPLOWSKI & BAND
"KONZERT DES MONATS"
JazzClub Hannover
Peplowskis Klarinettenspiel vereinigt die Tonbildung Benny Goodmans mit der Technik Buddy DeFrancos. Er ist einfach der Superklarinettist unserer Tage. Wenngleich der Goodman-Einfluss nicht zu überhören ist, so hat Ken doch auch viel Bebop aufgesogen. Das äußert sich auch besonders in seinem Tenorsaxophonspiel. Seit 1988 gehört Ken Peplowski nun zu den "Vielbeschäftigten" im Business. Er ist ständig auf Tourneen rund um die Welt, und alle namhaften Festivals reissen sich um ihn. Ist er einmal zu Hause (er lebt mit Frau Kerstin und den Söhnen Jeffrey und Martin in New York City), dann spielt er in den New Yorker Jazzclubs mit Leuten wie Frank Vignola, Randy Sandke, Mark Shane, Scott Hamilton und Warren Vaché. Schon mit 14 Jahren begann seine Karriere als Jazzmusiker, als Jesper Thilo (sax) im Cap Horn Pub in Nyhavn spielte. Danach war er fast 10 Jahre Mitglied der swingenden Band von Arnvid Meyer, der wohl bekanntesten dänischen Band. 1964 trat er in die "Danish Radio Big Band" ein und wurde deren populärster Solist. Diesem Orchester gehörte er bis 1990 an. Thilo Wagner (p) war seit seinem Start als Profimusiker Mitglied in Swing Mail Special, Alexanders Swingtime Band, Swing Explosion und dem Emil Mangelsdorff Quartett. Auch mit der Allotria Jazzband hat er grosse Erfolge gefeiert. Viele Tourneen haben ihn im In- und Ausland mit folgenden Stars des Jazz zusammengeführt: Scott Hamilton, Benny Waters, Clark Terry, Art Farmer, Charly Antolini, Roy Williams, Danny Moss, Randy Sandke, Lars Erstrand, Butch Mules, Antti Sarpila, Warren Vaché. Gregor Beck (dr) gehört zu den angesehensten Schlagzeugern Europas. Durch zahlreiche TV-Shows, Tourneen in Europa, den USA und Kanada, sowie die Teilnahme an wichtigen Jazzfestivals (Los Angeles, Sacramento, Bern, Edinburgh) hat er sich einen Namen gemacht. Er vereinigt alle wichtigen Eigenschaften eines Klasse-Drummers: Time-Keeping, Swing und ein "zuhörendes Dienen" in der Band. Als man sich in Europa gerade daran gewöhnt hatte, einen Klasse-Bassisten zu haben, siedelte Isla Eckinger 1987 in die USA über und machte Hollywood zu seiner zweiten Heimat. Er ist im Raum Los Angeles ein sehr beschäftigter Mann, der auch sein eigenes Quintett leitet. In dieser Formation spielt er Posaune. Doch die Arbeitsmöglichkeiten werden auch für Spitzenjazzer in den USA weniger. Dies ist einer der Gründe, warum Isla regelmäßig einige Monate in Europa verbringt. Hier gibt es immer noch mehr Möglichkeiten; Jazz zu spielen, denn Isla lehnt es ab Fusion, Rap, Hip-Hop und Funk-Reggae zu machen.