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FREITAG 04.10.2002

archiv

20:30 UHR

THE ALEX WELSH LEGACY
"Das Konzert des Monats"
JazzClub Hannover
Campbell Burnap (Posaune, Gesang) ist einer der stilvollsten Posaunisten Großbritanniens, der in seinem Spiel die Eleganz Jack Teagardens mit der rauhen Wärme Vic Dickensons und der Technik von Bill Harris verbindet. Er hat mit nahezu jeder britischen Mainstream-Band gearbeitet, Terry Lightfoot, Monty Sunshine, Alex Welsh, und hat sein eigenes Quintett geleitet, bevor er zu Acker Bilk kam, in dessen Band er von 1980 bis 1987 blieb. Ende der `80er Jahre begann Campbell Burnap mit Präsentationen für den Rundfunk und ist heute eine allseits bekannte und anerkannte Jazz-Kapazität. Er hat bei seinen Sendungen nicht nur geplaudert und Neues vom Plattenteller vorgestellt, sondern vor allem auch Jazzforschung betrieben und die Ergebnisse einem breiten Publikum nähergebracht. Campbell hat reguläre Sendezeit bei BBC Radio 2 und moderiert seine 2-Stunden-Jazzsendung "Mainstream" jeden Sonntag auf Jazz-FM. Brian Jones (Trompete, Gesang): In der ersten Band, die Brian Jones leitete, spielten so bekannte Musiker wie der Bassist Dave Green und der Schlagzeuger Charlie Watts. Er begleitete so bekannte Stars wie Kenny Baker, Ralph Sutton, Terry Lightfoot, Bruce Turner, George Chisholm und Bud Freeman, um nur einige zu nennen. Derzeit betreibt Brian Jones seinen eigenen Jazzclub in seiner Heimatstadt London. Julian Marc Stringle (Klarinette, Tenorsaxophon, Gesang): Wenn der weltberühmte Klarinettist Ken Peplowski sagt "Julian is a thoroughly engaging and vibrant clarinettist. He’s got it all - sound, technique, ideas and feeling", so brauchen wir dem nur noch hinzufügen, dass dieser talentierte junge Musiker Komposition bei Andrew Lloyd Webber studierte und die Musik zu mehr als 30 TV-Produktionen schrieb. Julian Marc Stringle hat mit Wild Bill Davison, George Chisholm, Dan Lusher, Kenny Baker, Roy Williams und Peanuts Hucko gespielt, ist mit Meatloaf in der Wembley Arena aufgetreten und hat Platten mit John Parricelli, Digby Fairweather und den "Spice Girls" aufgenommen. John Barnes (Baritonsaxophon, Gesang): Johnny Barnes hat mit vielen Jazzgrößen gespielt, darunter Humphrey Lyttelton, Wild Bill Davison, Buddy Tate, Kenny Davern, Bruce Turner, Ruby Braff, Earl Hines, Bud Freeman und Henry `Red`Allen. Er war oft in britischen Radio- und Fernsehsendungen zu sehen. Der Titel "Boko’s Bounce" von seiner Calligraph LP wird bei der BBC als Erkennungsmelodie für die Jazzsendung "Jazz Score" benutzt. Chris Hopkins (Piano): Musikalisch hat sich Chris Hopkins insbesondere der faszinierenden und technisch anspruchsvollen Tradition der Swing- und Stride-Pianisten der 30er und 40er Jahre verschrieben. So finden sich in seinem Spiel Einflüsse von James P. Johnson, Fats Waller, Willie `The Lion` Smith und Earl Hines über Count Basie bis hin zu Teddy Wilson und Mel Powell. Sein immenses Repertoire und seine Fähigkeiten als Solist und einfühlsamer Begleiter haben ihn zu einem der gefragtesten Musiker der internationalen Jazzszene gemacht. Jim Douglas (Gitarre): Im Mai 1964 wurde Jim Douglas Mitglied der neu formierten Alex Welsh Band. Er ist derjenige Musiker, der Alex Welsh am längsten die Treue hielt, nämlich für 17 (!) Jahre. Seine Fähigkeit, im "old-fashinoned-style" zu begleiten, machten ihn sehr begehrt und waren eine der Ingredienzien des unverwechselbaren Alex Welsh Sounds. Len Skeat (Bass): Len Skeat ist einer der besten Bassisten Großbritanniens. Skeat, der von Red Mitchell und, vor allem, von seinem Vorbild Ray Brown beeinflusst ist, spielte zunächst in verschiedenen Tanzorchestern und arbeitete als Studiomusiker, bevor er 1965 in das berühmte Orchester von Ted Heath eintrat. Als Mitglied dieser Formation begleitete er so bekannte Stars wie Tony Bennett, Della Reese, Mel Tormé, Johnny Mathis und Tom Jones. Bobby Worth (Schlagzeug): Bobby Worth ist einer der perfektesten und angesehensten Drummer in Großbritannien und weit über seine Grenzen hinaus. Im Jahr 1998 wurde er zu besten Schlagzeuger mit dem British Jazz Award ausgezeichnet. Seine Karriere begann im National Youth Orchestra und wurde gekrönt durch die Mitgliedschaft in "The First Class Sounds" und "The Great Britain Jazz Band", in der die Creme des britischen Mainstream Jazz vereinigt war.